- 04. Dezember 2025
Smiling Gecko Educational Campus
ENDLICH: WIR KÖNNEN IM NEUEN SCHULGEBÄUDE UNTERRICHTEN.
Wer in den letzten zehn Jahren so viel gebaut hat wie wir, hat eine gewisse Routine. Auch was Unvorhersehbares betrifft. Der Bau unseres neuen Schulgebäudes war und ist aber auch für uns eine echte Härteprüfung.

Erst war der Boden nach ewig zu scheinenden Regenfällen so aufgeweicht, dass wir monatelang nicht mit dem Tiefbau anfangen konnten. Dann galt es insgesamt 218 je acht Meter lange Stahlbetonträger in den Boden zu treiben, um genügend Stabilität für die Konstruktion zu erhalten – wozu es in ganz Kambodscha kaum frei verfügbares, schweres Gerät gab. Dann mussten die Architektinnen und Architekten die Anordnung der Backsteine für die Aussenwände überarbeiten und die Dachüberhänge innen und aussen um je 150 Zentimeter verlängern, weil sich die ursprünglich angedachte Bauweise in den immer häufiger auftretenden Starkwindereignissen während der Regenzeit als nicht wasserabweisend genug erwiesen hatte. Folgen des Klimawandels, von denen wir in nächster Zeit wohl immer öfter und immer länger betroffen sein werden.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir rechtzeitig zum Start des neuen Schuljahrs im August den ersten Bauabschnitt des neuen Schulgebäudes eröffnen konnten. Unter anderem sind bereits die ersten sechs Klassenzimmer fertig. Dann die Büros für die Lehrkräfte, sanitäre Einrichtungen sowie die Schulmensa mit einer Kapazität für bis zu 250 hungrige Mäuler.






Weitere Klassenräume und alle Fachräume, wie zum Beispiel das Science-Lab, ein neues Computer-Lab oder auch eine Erweiterung unserer Bibliothek sind zurzeit noch im Bau. Gleiches gilt für das Auditorium, das Kunstatelier, die Töpferei, diverse Aufbewahrungsräume sowie eine kleinere Küche, in der die Essen für die Kinder und Lehrkräfte zwar nicht gekocht, sehr wohl aber vorbereitet werden sollen.

Ebenfalls noch eine Baustelle ist die umfangreiche Begrünung des Bereichs rund um das Schulgebäude. Hier müssen in den nächsten Jahren über 60 grosse und 250 mittelgrosse Bäume sowie mehr als 1’000 Sträucher gepflanzt werden. Auch hier geht es um den Schutz des Gebäudes vor Wettereinflüssen. Ein finanzieller Kraftakt, wie sich wohl jeder und jede vorstellen kann.




